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06 · Kategorie

Konzepte & Praxis

Mobilitätskonzepte in der Anwendung: Hebel, Grenzen, Sicherung, Nutzungstypen und Datengrundlagen.

10 Beiträge

  1. 01

    Was ist ein Mobilitätskonzept im Bauantrag?

    Ein Mobilitätskonzept ist ein verkehrsplanerisches Gutachten, das für ein Bauvorhaben einen reduzierten Stellplatzbedarf begründet und die dafür nötigen Maßnahmen verbindlich absichert. Es ist der übliche Weg, um von einem starren Stellplatzschlüssel abzuweichen.

  2. 02

    Stellplatzschlüssel reduzieren: Welche Hebel wirken — und welche nicht

    Ein Stellplatzschlüssel lässt sich rechtssicher reduzieren, wenn die Reduktion verkehrsplanerisch begründet und vertraglich gesichert ist. Die zentralen Hebel sind die ÖPNV-Lage, empirische Modal-Split-Daten, ein wirksamer Maßnahmenmix und die belastbare Sicherung.

  3. 03

    Carsharing als Stellplatz-Anrechnung: Voraussetzungen und Sicherung

    Carsharing kann im Mobilitätskonzept als Anrechnungselement den Pkw-Stellplatzbedarf senken, weil ein Sharing-Fahrzeug mehrere private Pkw ersetzt. Anerkannt wird das jedoch nur, wenn Betrieb und Dauer belastbar gesichert sind.

  4. 04

    Mobilitätsmaßnahmen rechtssicher sichern: Die Sicherungs-Ebenen

    Eine reduzierte Stellplatzzahl trägt nur, wenn die zugrunde liegenden Maßnahmen dauerhaft gesichert sind. In der Praxis greifen mehrere Ebenen ineinander — von der öffentlich-rechtlichen bis zur privatrechtlichen Bindung.

  5. 05

    Mobilitätskonzept für studentisches Wohnen und Mikroapartments

    Studentisches Wohnen und urbane Mikroapartments weisen empirisch sehr niedrige Pkw-Quoten auf. Das macht die Argumentation für eine deutliche Stellplatzreduktion in diesen Nutzungstypen besonders belastbar.

  6. 06

    Quartiersmobilität: Mobilitätskonzepte für größere Stadtvorhaben

    Bei Quartieren, Konversionen und Nachverdichtungen verbinden sich Stellplatzfragen mit Quartiers-Mobilität, Bebauungsplan-Festsetzungen und der Erschließungslogik. Das Mobilitätskonzept wird hier zum integrierenden Rahmen für viele Einzelvorhaben.

  7. 07

    ÖPNV-Anbindung: Die Voraussetzung jeder Stellplatzreduktion

    Eine Stellplatzreduktion lässt sich nur dort tragfähig begründen, wo die ÖPNV-Anbindung gut ist — und zwar zum Zeitpunkt der Reduktion, nicht erst in Aussicht. Die Erreichbarkeit ist damit die zentrale Eingangsgröße jedes Konzepts.

  8. 08

    Fahrradabstellplätze richtig planen: DIN 79008 und Landesrecht

    Fahrradabstellplätze sind in den meisten Bundesländern verpflichtend — auch dort, wo die Kfz-Stellplatzpflicht entfallen ist. Zahl und Qualität ergeben sich aus Landesrecht bzw. kommunaler Satzung; die fachliche Referenz ist die DIN 79008.

  9. 09

    Ladeinfrastruktur und das GEIG im Mobilitätskonzept

    Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) verlangt bei Neubauten und größeren Renovierungen ab bestimmten Stellplatz-Schwellenwerten Leitungsinfrastruktur und teils Ladepunkte. Diese Pflicht ist eine eigenständige gesetzliche Vorgabe und gehört sauber ins Mobilitätskonzept eingebunden.

  10. 10

    Modal-Split-Daten: MiD und SrV im Mobilitätskonzept richtig nutzen

    Die belastbare Bedarfsermittlung stützt sich auf empirische Verkehrsdaten: „Mobilität in Deutschland" (MiD) und das „System repräsentativer Verkehrsbefragungen" (SrV). Sie liefern den Modal-Split, aus dem sich der realistische Pkw-Bedarf herleiten lässt.