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06 · KONZEPTE & PRAXIS

Was ist ein Mobilitätskonzept im Bauantrag?

Stand: Mai 2026

Ein Mobilitätskonzept ist ein verkehrsplanerisches Gutachten, das für ein Bauvorhaben einen reduzierten Stellplatzbedarf begründet und die dafür nötigen Maßnahmen verbindlich absichert. Es ist der übliche Weg, um von einem starren Stellplatzschlüssel abzuweichen.

Typische Bestandteile

Ein belastbares Konzept enthält die Bestandsanalyse des Standorts, die Bewertung der ÖPNV-Anbindung, eine empirisch gestützte Bedarfsermittlung (Modal-Split), den Maßnahmenmix (z. B. Sharing, Fahrradinfrastruktur, Mobilitätsbudget), die öffentlich-rechtliche und vertragliche Sicherung sowie ein Monitoring.

Wann es sich lohnt

Überall dort, wo eine Stellplatzsatzung einen Schlüssel vorgibt und die Herstellung — etwa über eine Tiefgarage — teuer ist, kann ein Konzept erhebliche Kosten sparen, sofern die Standortvoraussetzungen stimmen.

Häufige Fragen

Wozu dient ein Mobilitätskonzept?

Es begründet eine reduzierte Stellplatzzahl und sichert die Mobilitätsmaßnahmen rechtlich ab.

Ersetzt es die Baugenehmigung?

Nein, es ist ein Baustein im Genehmigungsverfahren und wird häufig vertraglich oder als Auflage gesichert.

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Stand: Mai 2026. Anforderungen variieren je nach Bundesland und Kommune.

Die Inhalte sind verkehrsplanerische Fachinformation, keine Rechtsberatung. Verbindlich ist immer die amtliche Verkündung der jeweiligen Vorschrift und die gültige kommunale Satzung.

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