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02 · QUARTIERSMOBILITÄT

Was Vorbild-Quartiere gemeinsam haben

Vauban, das Französische Viertel und die Seestadt Aspern zeigen: ÖPNV zuerst, dann die Reduktion.

Freiburg-Vauban (rund 5.600 Einwohner) ist autoreduziert, nicht autofrei: Entlang der Hauptachse sind keine privaten Stellplätze zulässig, Pkw-Besitzer kaufen einen Platz in einer von zwei Quartiersgaragen. Der Motorisierungsgrad liegt unter 200 Pkw je 1.000 Einwohner. Erfolgsfaktoren waren die Stadtbahn-Anbindung (seit 2006), hohe Nutzungsmischung und verbreitetes Carsharing.

Tübingen, Französisches Viertel setzt das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege" konsequent um — Mischnutzung, Parken in Quartiersgaragen statt in den Wohnstraßen, kurze Wege zur Garage.

Wien, Seestadt Aspern zeigt den Großmaßstab: Die U-Bahn war vor Erstbezug da (seit 2013), was einen reduzierten Schlüssel von 0,7 Stellplätzen je Wohneinheit ermöglichte. Das Mobilitätsmanagement finanziert sich über einen Mobilitätsfonds, gespeist aus den Garagen-Errichtungskosten und einem Anteil der Mieteinnahmen.

Die gemeinsame Lehre — und ihr Gegenteil: Eine Reduktion ohne ausreichende ÖPNV-Anbindung führt zu Parkdruck und Wildparken. Erschließungsqualität und ein bewirtschafteter öffentlicher Parkraum sind die Voraussetzung des Erfolgs, nicht seine Folge.

Die Inhalte sind verkehrsplanerische Fachinformation, keine Rechtsberatung. Verbindlich ist immer die amtliche Verkündung der jeweiligen Vorschrift und die gültige kommunale Satzung.

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